Riet Wijnen Sculpture Sixteen Conversations on Abstraction 2016 Photo Gert Jan van Rooij

Riet Wijnen Diagram Sixteen Conversations on Abstraction 2018.

2019

Riet Wijnen – Sixteen Conversations on Abstraction
Ausstellung zum Ruisdael-Stipendium 2019

Riet Wijnen (*1988 in Venray, NL) beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte und den Formen von Abstraktion, sowohl als künstlerischem Prinzip als auch in verschiedenen anderen Bereichen, wie etwa der Wissenschaft, der Philosophie und dem Aktivismus. Ihre künstlerischen Arbeiten umfassen ein breites Spektrum von Skulptur über Grafik bis hin zu Texten. In dieser Überlagerung der Formen von Bildern, Recherche und Dialog entstehen Gedankenexperimente, mit denen historische und soziopolitische Konstruktionen eröffnet und kritisch befragt werden.

Seit 2015 arbeitet Wijnen an der Werkreihe „Sixteen Conversations on Abstraction“ (Sechzehn Gespräche über die Abstraktion). Die zentrale Struktur des Projekts ist eine Reihe von fiktiven Gesprächen zwischen Personen, die es gab, sich aber nie begegneten, wie die Akademikerin, Professorin und Aktivistin Silvia Federici (1924), der Philosoph Thomas Metzinger (1958), der Verein Création (1932-1936), der modernistische Künstler Marlow Moss (1889-1958) und Grace Crowley (1890-1979). Daneben besteht das Hauptorganisationsprinzip des Zyklus aus sechzehn daraus folgenden Werken und einer Skulptur, die als Diagramm oder Partitur fungiert und die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gesprächen abbildet. Diese drei Elemente bilden zusammen einen abstrakten Raum für Charaktere, Orte und Themen, in dem der Begriff Abstraktion aus verschiedenen Perspektiven untersucht, formuliert, konstruiert und dekonstruiert wird. Informationen in einem Werk beeinflussen Inhalt und Form eines anderen Werkes, einige Werke des Zyklus befinden sich in einem ständigen Wandel.

Eröffnung: Samstag, 26. Oktober 2019, 15 Uhr
Ausstellung: 27. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020