Mickael Marman

2017

Mickael Marman – title delay
Ausstellung zum Ruisdael-Stipendium 2017

Der Künstler Mickael Marman ist der Ruisdael-Stipendiat 2017. Das Ruisdael-Stipendium ist ein Ausstellungsprojekt für junge Künstler, das dem internationalen kulturellen Austausch gewidmet ist. Es entstand in Zusammenhang mit dem Werk „Residual“ von Willem de Rooij für das Skulpturenprojekt kunstwegen/raumsichten im Jahr 2012 auf der Burg Bentheim.

Die abstrakte Malerei von Mickael Marman (* 1983 in Oslo, lebt und arbeitet in Frankfurt/Main und Berlin)legt die Eigenschaften des malerischen Materials offen, wie zum Beispiel die Beschaffenheit des Malgrundes oder die Konsistenz der Farbe. Aber auch die Bewegung beim Farbauftrag und der Prozess der Schichtungen bleiben meist vollständig sichtbar.

Für diese Ausstellung ist eine Reihe neuer Bilder entstanden, die den Zusammenhang der Landschaftsdarstellung wieder aufnehmen, welcher durch das in direkter Nachbarschaft gezeigte, historische Gemälde von Jakob van Ruisdael eingebracht wird. Dabei verwendet Mickael Marman, den Prinzipien seiner Malerei folgend, bestimmte Formen und Farben, die aus Erinnerungen an Landschaft herausgelöst sind. So bleiben die Motive nahezu vollständig in den malerischen Prozess eingebunden. Außerdem fügt er noch Objekte wie Steinchen oder Getreidekörner hinzu, die ähnlich wie die Materialien der Malerei vor allem direkt von sich selbst erzählen und gleichzeitig begriffliche Anknüpfungen an das Gesehene in der Umgebung einer Landwirtschaftlich geprägten Region zulassen. Außerdem zeigt Marman weitere aktuelle Arbeiten, denen Streifen farbig bedruckter Stoffe angefügt sind, die auf den ersten Blick „afrikanisch“ wirken. Doch die dafür verwendeten Stoffe stammen in Wirklichkeit aus den Niederlanden und erinnern daran, wie vor langer Zeit die Kenntnisse des Stoffdrucks unter anderem über Niederländische Handelsbeziehungen aus Asien nach Afrika kamen.

Auf der Burg Bentheim sind Mickael Marmans Werke in einer gemeinsamen Installation mit Objekten von Reece York zu sehen. Drei Bänke aus Straßenbahn-Haltestellen wurden umgearbeitet und greifen mit ihrer eigenen Geschichte im Hintergrund die Idee jener Möbel auf, die traditionell in den Schauräumen von Museen zu finden sind. Als künstlerische Objekte treten sie zugleich in einen Dialog mit der Malerei von Mickael Marman.

Eröffnung: Sonntag, 13. August 2017, 14 Uhr
Ausstellung: 13. August bis 26. November 2017

Einladung